Worum geht's?

In einem schweizerischen Städtchen steht eine junge Frau auf dem Dach eines Wohnhauses und wirbelt so das Leben von elf Menschen gründlich durcheinander. Sie verschanzt sich, randaliert und ist stundenlang nicht vom Dach herunter zu bewegen, während Schaulustige das Geschehen von unten beobachten.
Simone Lappert zeigt die Lebensgeschichten verschiedener Figuren und deren Verbindungen zueinander in kurzen Kapiteln und aus stetig wechselnden Perspektiven. So erfahren wir beispielsweise von einer aufstrebenden Politikerin, einem wohnungslosen Vater und dem illusorischen Besitzer des ansässigen Supermarkts was sie bewegt, wofür sie sich schämen und auf was sie hoffen. Dabei sorgt die Frau auf dem Dach für manche Wendung im Leben der beschaulich Gemeinschaft.
Der mitreißende zweite Roman von Simone Lappert ist feinsinnig und komisch, vor allem aber erstaunlich genau beobachtet und überraschend konstruiert. Um mit den Worten Lapperts zu sprechen, handelt es sich um einen als Kuss getarnten Schubser!

Dieses Buch wird empfohlen von Simone Spelten.