
Worum geht's?
Das Buch beginnt mit einem Geständnis: „Das Erste, was du über mich wissen musst: Ich bin unglaublich dick.“
Es ist Arthur Opp, der diese Wahrheit über sich in einem Brief offenbart. Die Empfängerin ist Charlene eine Freundin aus seiner Jugend ist – seine Jugendliebe.
Als junger Universitätsprofessor hatte er sich in die etwas seltsame Studentin Charlene verliebt. Obwohl das Verhältnis zwischen ihm, dem Dozenten und seiner Studentin, rein platonisch geblieben war, hatte es ihn seine Stellung gekostet. Was blieb, war eine jahrelange Brieffreundschaft.
Sein einziger Trost in seiner Einsamkeit sind Fressattacken. Inzwischen wog er 250 Kilo und war er so dick, dass er sich gar nicht mehr aus dem Haus traute. Mit viel Selbstironie reflektiert Arthur Opps Erzählstimme sein Leben.
Ein Anruf Charlenes nach Jahren des Schweigens bringt seine deprimierende Welt ins Wanken. Charlene will ihn besuchen und ihn um Hilfe für ihren Sohn Kel bitten, der seinen Highschool-Abschluss machen soll. Deshalb gesteht Arthur ihr in einem Brief seine wahnsinnige Gewichtszunahme und seine Zurückgezogenheit.
Als sie sich daraufhin nicht meldet, glaubt er zu wissen warum. Was er nicht ahnt: Auch ihr Leben ist nicht gut gelaufen, es geht ihr richtig schlecht.
Arthur Opp bereitet sich trotz aller Zweifel weiter auf Charlenes Besuch vor und engagiert eine Putzfrau. Arthur erlebt Momente, in denen er sich nicht einsam fühlt, beinah glücklich und hoffnungsvoll.
Auch die junge Frau hat Probleme, und Arthur beginnt sich zu sorgen. Wie geht es weiter, wird sie es sein, die seinen Panzer aufbrechen und ihn aus der Isolation holen kann?
Liz Moore thematisiert die ausgeprägten sozialen Unterschiede in den USA – sie erscheinen in ihrem Roman jedoch nicht unüberbrückbar. Denn als Kel eine Tragödie erlebt, erfährt er in den beiden Welten, zwischen denen er pendelt, Wärme und Unterstützung.
Kel geht auf die Highschool eines wohlhabenden benachbarten Stadtteils. Seine Mutter war dort Schulsekretärin gewesen. Er hat dort gute Freunde gefunden, und seine soziale Herkunft scheint keine große Rolle zu spielen.
Dennoch fühlt er die Kluft zwischen der Welt der Reichen, der funktionierenden Familien und seinem Alltag in relativer Armut und einer immer kränkeren Mutter. In vielen Momenten fühlt er sich einsam, denn seine Probleme kann er mit niemandem teilen.
Kel muss immer mehr Verantwortung für sie übernehmen, den Haushalt führen, die Stromrechnungen bezahlen.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Einsamkeit, die jeden treffen kann.
Die Spannung in diesem Roman lässt in keinem Moment nach; viele Fragen möchten beantwortet werden.
